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Die Arbeitsgruppe RECARBO hat sich aus der AG „Netzwerk LEADER“ herausgebildet und sich spezialisiert auf das Thema Braunkohlenbergbau. LEADER, ein Förderprogramm der EU, steht dabei für die Entwicklung ländlicher Räume unter Einbeziehung verschiedener Akteure.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in der Region Weißenfels-Zeitz hat sich RECARBO die Aufgabe gestellt, verschiedene Akteure aus Bildung, Politik und Verwaltung sowie Wirtschaftspartner für die Mitarbeit in den verschiedensten Projekten zur Weiterentwicklung der Region zu gewinnen und so zu deren Imageverbesserung einen wesentlichen Beitrag zu leisten.
Insbesondere die Jugend soll an diesem Prozess teilhaben und aktiv eingebunden werden, sich mit ihrem kulturhistorischen und wirtschaftlichen Erbe auseinandersetzen, sich damit identifizieren und sich schließlich zu ihrer Region bekennen. Die Akzeptanz des Braunkohlenbergbaus in all seinen Wirkungskreisen sowie die Entwicklung von Nach-nutzungskonzepten unter Wahrung des Natur- und Umweltschutzes ist unser Anliegen.
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Der Mondsee ist heute längst ein über den Raum WSF-HHM-Zeitz hinaus bekannter Begriff für Sport, Spiel und Spaß nicht nur an heißen Tagen. Wie auch in anderen Kohle-revieren als „Baggersee“ entstanden, steht er für die sinnvolle ökologische Nachnutzung alter Tagebaurestflächen.
Zunächst als Naherholungszentrum für die Bürger des umliegenden Territoriums geplant, begann 1990 die Flutung des Restloches und die Aufforstung von rund 23,5 ha Waldfläche rings um den 36 ha großen und 7m tiefen Mondsee,
der ideale Bade- und Surfbedingungen bietet. Mittlerweile sind in dem heute überregionalen Freizeit- und Erholungsgebiet 150 ha Abraumkippenflächen rekultiviert.
Die 150 000 Besucher genießen jedes Jahr die Natur auf 800 m gepflegtem Sandstrand mit 84 m langer Großwasserrutsche und 8 ha großer Liegewiese. Und wer von den kleinen Besuchern das Abenteuer sucht, findet es auf dem „gestrandeten“ Piratenschiff.
Sollte Petrus die „Hundstage“ ausfallen lassen, der „Trimm-Dich“-Pfad oder die 3-Platz-Tennisanlage nicht locken, lädt der Mondsee mit seinen zahlreichen Rad- und Wanderwegen zum Spazieren und Verweilen ein. Wen dann Hunger und Durst plagen, den versorgen zahlreiche einheimische Imbiß-betriebe gern und reichlich. Für alle, die lieber selber bruzzeln, steht eine Grillhütte zur Verfügung.
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Am 30.07.1998 beschloss der Gemeinderat von Großgrimma die Errichtung der „Kulturstiftung Hohenmölsen“, in der die Gemeinde, die auf Grund der Braunkohletagebauerweiterung Profen freiwillig, vorzeitig und geschlossen
nach Hohenmölsen umgesiedelt ist, als Stiftungsgeber fortleben soll. Das Stiftungskapital stellte das Bergbau- unternehmen MIBRAG bereit. Dem Konzept der Stiftung liegt ein weiter Kulturbegriff zugrunde, der das gesamte menschliche Miteinander umfasst, insbesondere die Pflege der Kultur- und Industriegeschichte.
Kultur in diesem Sinne nimmt Vergangenheit bewusst auf, nicht um sie nostalgisch zu verklären, sondern um Zukunft zu gestalten.
Die Stiftung ist gemeinnützig. Ihre Organe sind der Vorstand und das Kuratorium.
SOMAK - Mission
Ihrem Stiftungsgedanken folgend, veranstaltet die Kulturstiftung Hohenmölsen jährlich eine Sommerakademie.
Diese widmet sich dem Braunkohlenbergbau in Mitteldeutschland, seiner Geschichte sowie den aktuellen und künftigen Erfordernissen, die mit tiefgreifenden Veränderungen der Landschaft und dem Gemeinwesen verbunden sind. Zugleich werden konkrete soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen bearbeitet, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts hinsichtlich eines verantwortungsvollen Umgangs mit unseren Ressourcen entsprechen. |
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Die älteste erhaltene Brikettfabrik der Welt befindet sich am Stadtrand von Zeitz, direkt an der B180. Den Namen verdankt sie dem Zuckerfabrikanten Richard Herrmann, der 1873 mit der Nasspresssteinherstellung auf dem Gelände begann, um vorrangig die Brennstoffversorgung für seine Zuckerfabrik zu sichern. Noch bis 1959 produzierte die Brikettfabrik mit ihrem aus dem Jahr 1883
stammenden Maschinenbestand. Zu großen Teilen wurde dieser erhalten und besteht heute noch.
Die Gestaltung des Areals zeigt und erklärt das Wesen der komplexen Braunkohlegeschichte in Mitteldeutschland. Beginnend bei der Braunkohlen-Entstehung (Braunkohlenwald), über die Verarbeitung/Veredlung (Betriebsstätte Brikettfabrik) bis zum Verbraucher (Ofenmuseum) geben wir Ihnen einmalige Einblicke in Historie und Gegenwart.
Die Braunkohlenwirtschaft spiegelt sich auch in unserem sozialen und kulturellenLeben wider. Sie schuf Bindungen und Traditionen verschiedenster Art hier im Zeitz-Weißenfelser Braunkohlenrevier. Unsere Brikettfabrik ist die besondere Plattform derIndustriekultur im südlichen Sachsen-Anhalt und heute gleichsam ein Podium für künstlerische Darbietungen, die sich als Bindeglied zwischen Mensch und Maschine verstehen. Braunkohle lebt, Braunkohle ist Aktion… so sehen wir das. |
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Im Mittelpunkt der drei Länder, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, liegt die Dom- und Residenzstadt Zeitz, die auf eine 1040-jährige Geschichte zurück blicken kann.
Die seit April 2010 - 31 980 Einwohner zählende Stadt, mit seinen dazugehörigen Ortschaften, verfügt über ein Territorium von 87160,4 m².
Aus der langjähriger Produktionstradition der Stadt Zeitz haben sich heute Industriezweige entwickelt. Dazu gehören die Chemische Industrie, der Bergbau, der Bau der Klaviermechaniken, der Schwermaschinen-, und Anlagenbau, die Zuckerrübenverarbeitung und die Kinderwagenproduktion.
Die Erschließung von Gewerbegebieten und Altindustrieflächen haben dazu beigetragen, dass eine Reihe von Neuansiedlungen realisiert, Umnutzungen vollzogen und damit gute Voraussetzungen für künftige Investitionen geschaffen wurden und werden.
Kunst- und Kulturinteressierte finden ein reichhaltiges Angebot im Schloss Moritzburg mit dem Deutschen Kinderwagenmuseum, der Stiftsbibliothek als auch im Dom St. Peter und Paul an der Straße der Romanik.
Auch auf dem Sektor Tourismus hat Zeitz zahlreiche Möglichkeiten zu bieten. Zur Erkundung der Region schaffen die gut ausgebauten Rad-/und Wanderwege, in Verbindung mit der Rad – 8 –Saale – Unstrut - Weiße – Elster überregional interessierten Radfahrern, ein reichhaltiges Angebot.
Der Schlosspark einschließlich des Japanischen Gartens, die Michaeliskirche, die alte Mälzerei und das „Unterirdische Zeitz“ lassen touristische Highlights erleben.
Sehenswert ist die erlebbare Industriekultur im „Herrmannschacht“. Er lädt heute noch als älteste Brikettfabrik
der Welt zu Besuchen ein und wurde 2009 in die „Europäische Route der Industriekultur“ aufgenommen.
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Die Stadt Hohenmölsen feierte im Jahr 2005 ihr 925-jähriges Bestehen.
Sie umfasst ein Territorium von 75,31 km² mit den Ortschaften Webau, Werschen, Zembschen, Granschütz und Taucha. In Hohenmölsen leben 10.600 Einwohner.
Kennzeichen für die fast 1000 Jahre alte Stadt auf dem Berge sind die drei Türme, der Rathausturm, der Kirchturm, der Wasserturm. Das Rathaus ist 1572 gebaut, es beherbergt den Ratskeller. Die evangelische Kirche St. Peter ist 1592 errichtet und enthält die erste Orgel von Friedrich Ladegast und einen Gedenkraum für die verlorenen Dörfer. Der Wasserturm der Stadt ist mit der Industrialisierung 1911 errichtet worden.
Das traditionelle Wahrzeichen der Stadt ist ein steinernes Relief mit „Fuchs und Storch“, welches am Rathaus zu sehen ist.
Das Wappen der Stadt erzählt einen Teil der Stadtgeschichte und wurde unbeabsichtigt geändert. Es zeigt heute einen Jagdhund und einen Hirsch mit einem Turm.
Besonderer Höhepunkt in der Stadt, ist der jährlich seit 1284 mit Verleihung des Marktrechtes um St. Aegidius (1. September) stattfindende „ Herbstmarkt“.
1855/56 begann die Entwicklung des Bergbaus. Aus allen Teilen Deutschlands kamen Arbeiter. Es entstand das Werschener - Weißenfelser Braunkohlenrevier. Zur Veredlung der Braunkohle wurde 1859 das Paraffinwerk in Betrieb genommen. Es entstanden 13 Brikettfabriken in der Umgebung. Die Einwohnerzahl stieg auf 3100. Um Hohenmölsen wurden seit 1905 weitere Aufschlüsse von Großtagebauen, wie die Vorkommen um Köttichau, Pirkau; Bösau – Großgrimma, Schwerzau vorgenommen. Es entstand das heutige Landschaftsbild.
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Im Jahr 2007 wurde das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept Burgenland-Weißenfels (ILEK) von den Kreistagen beschlossen. Damit war für die Fläche der damaligen Kreise Weißenfels und Burgenlandkreis eine gemeinsame Handlungsstrategie für die Ländliche Entwicklung auf den Weg gebracht worden. Neben dem Tourismus in der Weinregion Saale-Unstrut und der Unterstützung von Landwirten, Gewerbetreibenden und Dienstleistern steht auch die Verknüpfung der beiden Teilräume Naturpark-Saale-Unstrut-Triasland und Zeitz-Weißenfelser Braunkohlerevier als Handlungsschwerpunkt und Entwicklungsziel im ILEK.
Im Jahr 2007 fanden sich Akteure aus dem östlichen Burgenlandkreis zusammen, um erfolgreich einen Antrag auf Anerkennung des Zeitz-Weißenfelser Braunkohlereviers als LEADER-Region in Sachsen-Anhalt zu stellen. Seit 2008 arbeitet die Lokale Aktionsgruppe gemeinsam mit dem LEADER-Manager an der Umsetzung des LEADER-Konzeptes und der Entwicklung des ländlichen Raumes im östlichen Burgenlandkreis.
Unter dem Leitbild "Entwicklung der Bergbaulandschaft und des ländlichen Raumes um Weißenfels - Hohenmölsen - Zeitz zu einer Zukunftsregion Mitteldeutschlands“ sollen Defizite im ländlichen Raum beseitigt und Potenziale genutzt werden. Dabei stehen u.a. die
Förderung und Vernetzung der Unternehmensentwicklung , die Nutzung traditioneller und Erschließung neuer Energieressourcen, die Förderung regionaler landwirtschaftlicher Produkte, die Gewährleistung des Kreislaufes der Nachnutzung rekultivierter Flächen und deren Wertschöpfung, die Bewahrung und Sichtbarmachung der regionalen Industriegeschichte und der Bergbautraditionen und die Verbesserung des Natur- und Umweltschutzes durch Revitalisierung der vom Altbergbau zurück gegebenen Flächen im Mittelpunkt.
Der LEADER-Ansatz soll auch dabei helfen, Kooperationen verschiedener Akteure im ländlichen Raum zu aufzubauen und zu unterstützen und die Ausgewogenheit der Entwicklung der Region hinsichtlich ihrer natürlichen, wirtschaftlichen, historischen und sozialen Gegebenheiten herzustellen.
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Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) ist ein modernes, hoch technisiertes Bergbau- unternehmen mit Sitz in Zeitz (Burgenlandkreis/Sachsen-Anhalt).
Die Förderung und der Verkauf von Rohbraunkohle gehören zum Kerngeschäft. Das Unternehmen schafft dank kontinuierlicher Investitionen und den Einsatz modernster Technik im Länderdreieck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nachhaltig wirkende wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Werte. Dazu zählen über 2.000 sichere Arbeitsplätze, qualifizierte Ausbildung und langfristiges regionales Wirtschaftswachstum.
Über 115 Millionen Euro an Löhnen werden in der Region ausgegeben. Mit über 1.800 Firmen in Deutschland hat die MIBRAG Lieferverträge. Ca. 65 Prozent aller Lieferungen und Leistungen werden mit regionalen Unternehmen realisiert.
Die MIBRAG fördert jährlich bis zu 20 Millionen Braunkohle in ihren Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen. Als ein in Mitteldeutschland verwurzeltes, innovatives Bergbau-
unternehmen investierte die MIBRAG seit 1994 über eine Milliarde Euro in moderne, saubere Technik. Braunkohlen-abbau und Umweltschutz schließen einander nicht aus. Im Gegenteil. Die MIBRAG widmet dem Umweltschutz und der Wiedernutzbarmachung der Flächen höchste Aufmerksamkeit. Mit Zwischenbegrünung, Schallschutz oder auch Feinsprühanlagen findet Immissionsschutz direkt im und am Tagebau statt. Grubenwasser des Tagebaus Profen
füllt die künftigen Seen im Südraum von Leipzig. Emissionsschutzmaßnahmen in den Industriekraftwerken der MIBRAG sind auf aktuellem technischem Standard.
Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen Regionalinitiativen zur Aus- und Weiterbildung sowie zur Beschäftigung, kooperiert aktiv mit Schulen und Jugendeinrichtungen und ermöglicht über Sponsoring eine Fülle an gesellschaftlichen Aktivitäten.
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Als einziges Unthernehmen in dieser Arbeitsgruppe verhilft die Design&Kreativagentur Transmedial RECARBO zur professionellen Außendarstellung. Speziel für dieses Projekt hat Transmedial Corporate Design, Beschilderung des Radweges, Info Tafeln, Programmheft, Faltblatt, Urkunden, Sponsorenschecks und Webseite realisiert.
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